New Work in der IT: Warum notwendig?

Februar 12, 2021 | Kategorie: Recruiting | Tags: New Work, IT-Work, Arbeitskonzept | Lesedauer: 4 Minuten
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Den Staub der Vergangenheit zurücklassen, Strukturen aufbrechen, Entfaltung bieten – für den Urvater von New Work Frithjof Bergmann ist das Konzept von „New Work“ ein großes Anliegen. Viele Unternehmen verharren noch in der Position, dass Altbewährtes weiterlaufen soll, solange es so gut funktioniert. Doch die Wünsche der Menschen verändern sich. Sie gehen mit der (digitalen) Zeit und wollen andere Bedürfnisse decken als noch ihre Eltern und Großeltern. Doch warum ist New Work für IT-Unternehmen notwendig?

New Work: Das Konzept dahinter

Die Vorstellung, die Wirtschaft ganz neu zu denken, gibt es schon seit den 1970er-Jahren vom österreichisch-amerikanischen Philosophen Frithjof Bergmann. Hinter der Idee steckt nicht, dass Büroraume nur neu gestrichen, ein Flipper aufgestellt und höhenverstellbare Tische zur Verfügung gestellt werden. Das ist nur ein kleiner Teilbereich, um den Mitarbeitern den richtigen Raum zu geben. Vielmehr geht es darum, Strukturen zu überdenken. Und vor allem geht es um den Menschen. Alle sollten die Möglichkeit haben, einer Arbeit nachzugehen, die sie wirklich tun wollen. Der Beruf soll Sinn stiften, Freiheit geben und Mitbestimmung ermöglichen. Die Mitarbeiter sind kein „Fußvolk“, das von oben repressiv geführt wird. Bei New Work sind Menschen gleichberechtigt, selbstbestimmt und organisieren sich selbst. Sie bestimmen sogar teilweise die Unternehmensphilosophien, Strategien und Mission mit. Wenn der Betrieb die Bedürfnisse von Autonomie, Zugehörigkeit und Kompetenzentwicklung durch die Arbeit deckt, entwickelt sich eine intrinsische Motivation beim Mitarbeiter.

Der Selbstbestimmte Mitarbeiter

Unternehmen geben ihren Teams die Freiheit, sich zu entwickeln. Das führt dazu, dass Mitarbeiter selbst Verantwortung übernehmen. Sich Ziele stecken und auf diese hinarbeiten. Das Konzept von New Work teilt die Arbeitszeit in drei Drittel auf:

  • Ein Drittel ist für die eigentliche Arbeit reserviert.
  • Das weitere Drittel für gemeinschaftliche Projekte.
  • Das letzte Drittel für Aufgaben, die das Interesse des Mitarbeiters entsprechen.

Das soll den Raum geben, um Innovationen hervorzurufen und Sinn zu geben. In den vergangenen Jahren zeigt vor allem der Anstieg des Freelancer-Marktes die Entwicklung: Menschen wollen Arbeit verrichten, die ihren Interessen entspricht. Berufstätige wollen selbstbestimmt im Home-Office arbeiten, ihre Arbeitszeiten selbst regeln oder sogar an der Führungsarbeit teilhaben. Ganz entscheidend ist daher für den Mitarbeiter, sich die Frage zu stellen: „Was will ich wirklich?“. Nur wer eine konkrete Antwort hat, kann das richtige Unternehmen mit entsprechendem Umfeld wählen. Unternehmen haben wiederum Mitarbeiter, die genau wissen, wo sie hinwollen.

Zitat von Frithjof Bergmann

„Der ursprüngliche Impuls der Neuen Arbeit war, Technologien zusammenzubringen oder zu erzeugen, die es Menschen erlauben, ein freies und selbstständiges Leben zu führen.“ – Frithjof Bergmann.

Warum gerade für die IT?

IT-Unternehmen sind oftmals viel agiler als Betriebe in anderen Branchen. Neue Konzepte werden deutlich schneller übernommen als am Markt üblich. Vor allem das Mindset und der Zugang zu digitalen Tools erleichtern es ungemein, Neues zu implementieren. Warum also nicht auch das Konzept von New Work testen? Gerade IT-Mitarbeiter haben die Möglichkeit, von überall aus ihrer Arbeit nachzugehen (Stichwort: Home-Office). Die Bedürfnisse haben sich immer mehr zu einer selbstverantwortlichen Arbeitsweise verschoben. Dort können Unternehmen ansetzen. IT-Betriebe geben genug Raum zur Entfaltung – und das ermöglicht, das Potenzial zu Innovationen für neue Produkte und Dienstleistungen zu nutzen. Was wiederum für den Erfolg des Unternehmens und nicht zuletzt für den Umsatz entscheidend ist. Wie das funktioniert? IT-Unternehmen und Mitarbeiter müssen sich im ersten Schritt über ihre eigene und gemeinsame Mission klar werden. Wer hier auf einer Wellenlänge ist, kann sich Ziele setzen, auf diese hinarbeiten und so die persönliche und unternehmerische Entwicklung entscheidend fördern.

Wie bleibt man am Ball?

Ein immanenter Bestandteil der persönlichen Weiterentwicklung ist Weiterbildung. Wenn es um den Erwerb von IT-Know-how geht ist ETC die richtige Anlaufstelle. Das Kompetenzcenter ist Marktführer in Österreich im Bereich IT-Trainings: IT-Management, IT-Trainings, aber auch Anwendertrainings sind die drei Themensäulen, die das umfangreiche Seminarangebot des Trainingcenters abdeckt. Sämtliche Weiterbildungen gibt es in den unterschiedlichsten Schulungsformaten: Online only, hybrid bzw. blended und klassische Präsenzschulungen. Am besten gleich reinschauen und das passende Bildungsangebot finden: www.etc.at.

Mehr Blog-Beiträge rund um die Themen Aus- & Weiterbildung sowie Recruiting gibt es unter www.skills-campus.at/blog.


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